Ungesunde Ernährung in der Jugend erhöht das Brustkrebsrisiko

Ungesunde-Ernaehrung-in-der-Jugend-erhoeht-das-Brustkrebsrisiko. Univ. Doz. Dr. Michael Medl, Frauenarzt und Gynäkologe in Wien, führender Spezialist für Brustkrebs, Experte, Mammakarzinom, Leiter des Brustzentrums Döbling, Gynäko-Onkologe, Früherkennung, Diagnose, Vorsorge und Nachsorge von Brustkrebs, gynäkologische Operationen, Mammographie, Krebsabstrich, Konisation, Myome, Experte für onkologische Gynäkologie, Krebserkrankungen der Frau, Ultraschall, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Eine gesunde Ernährung zahlt sich in jedem Alter aus, der Körper merkt sich nämlich alles. Eine neue Studie zeigt, dass Frauen, die sich in jüngeren Jahren ungesund ernähren, ein höheres prämenopausales Brustkrebsrisiko haben. Und das Risiko steigt sogar erneut, wenn die Fehlernährung im jungen Erwachsenenalter über die Jugendzeit hinaus anhält.

Frühere Untersuchungen zeigten bereits, dass eine ungesunde Ernährung chronische Entzündungsprozesse verursachen kann – und chronische Entzündungsprozesse lassen das Krebsrisiko steigen, berichtet das Portal Zentrum der Gesundheit. Mit ungesunder Ernährung ist eine Ernährungsweise gemeint, bei der wenig Gemüse, aber viel Zucker, Fleisch, Wurst und viele isolierten Kohlenhydrate gegessen sowie gerne Softdrinks getrunken werden.

In einer neuen Studie nun liess sich deutlich erkennen, dass es diese ernährungsbedingten Entzündungsprozesse sind, die das Risiko einer Frau steigen lassen, noch vor der Menopause an Brustkrebs zu erkranken.

Studienautorin Dr. Karin B. Michels von der University of California in Los Angeles standen insgesamt Daten von 45.204 Frauen und deren Ernährungsgewohnheiten zur Verfügung. Nach einem Follow-up von 22 Jahren traten bei 1.477 von ihnen schließlich Mammakarzinome auf.

Eine überwiegend ungesunde Ernährung in jungen Jahren war bei den betroffenen Teilnehmerinnen tatsächlich durch erhöhte Entzündungsparameter charakterisiert. Gleichzeitig bestand bei diesen Frauen eine erhöhte Inzidenz für ein prämenopausales Mammakarzinom. Auf das Risiko, postmenopausal an Brustkrebs zu erkranken, schien die Ernährungsweise indes keinen Einfluss zu haben.

Nach der Analyse der Daten haben die Forscher rund um Michels festgestellt: Verglichen mit jenen Frauen, die in ihrer Jugendzeit eine eher entzündungshemmende, also gesunde ballaststoffreiche, möglichst pflanzliche Ernährung – mit wenig Fleisch, aber dafür viel Bohnen, Nüsse, Fisch – praktiziert hatten, mussten die Frauen, die sich ungesund ernährten, mit einem um 35 Prozent höheren Risiko rechnen, noch vor den Wechseljahren Brustkrebs zu bekommen.

Wenn sich die Frauen in ihren Zwanzigern und Dreißigern immer noch ungesund ernährten, dann stieg ihr Brustkrebsrisiko um 41 Prozent im Vergleich zu den Frauen, die in diesem Lebensalter Spass an gesunder Ernährung hatten.

Unsere Studie zeigt, dass eine entzündungsfördernde Ernährung in der Jugendzeit und im frühen Erwachsenenalter ein weiterer Risikofaktor für einen späteren Brustkrebs darstellt. Denn gerade in dieser Zeit, wenn sich die Brustdrüsen entwickeln, sind diese besonders anfällig für Störfaktoren, wozu auch eine ungesunde Ernährung gehört.Dr. Karin B. Michels
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