OPERATIONEN AN EILEITERN UND EIERSTÖCKEN

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Ein vertrauensvolles Arzt-Patientinnen-Gespräch trägt wesentlich zum Therapieerfolg bei!Univ. doz. dr. michael medl

Operationen an Eierstöcken (Ovarien) und Eileitern (Tuben) können unterschiedlich umfangreich sein. Sie sind indiziert bei manchen Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume), Abszessen (Eiteransammlung in einem Hohlraum) sowie bei gut- oder bösartigen Wucherungen. In einigen Fällen ist lediglich das Entfernen des eitrigen Sekrets notwendig, in anderen muss ein Teil des Eierstocks oder gar der ganze Eierstock entfernt werden.

Eileiterentzündung

Eine Entzündung der Eileiter (Adnexitis) entsteht meist durch eine Infektion mit Keimen (Darmbakterien oder Enterokokken), die über die Scheide nach oben wandern. Sie beginnt häufig ganz plötzlich mit stechenden Schmerzen im Unterbauch, die von einem Ausfluss aus der Scheide begleitet werden. Es kann sich auch im Eileiter ein Abszess bilden. Ursachen, Entstehungsarten und Erscheinungsformen sind sehr unterschiedlich.

Behandlung von Eileiterentzündung

Bei einer Eileiterentzündung werden zumeist ein Antibiotikum, Bettruhe und sexuelle Karenz empfohlen.

Handelt es sich um eine akute Eileiterentzündung, kann es erforderlich sein, den Eileiter im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffes zu öffnen, um den Eiterherd zu entfernen. Manchmal ist es angezeigt, den betroffenen Eileiter komplett herauszunehmen, wie auch bei einer chronischen Eileiterentzündung.

Laparaskopische Operationen

Tumore von Eierstock und Eileiter können gutartig oder bösartig sein, wobei gutartige Veränderungen viel häufiger als bösartige vorkommen. Handelt es sich um einen Tumor, verursacht dieser im Anfangsstadium, solange er noch klein ist, oft keinerlei Beschwerden. Oft handelt es sich lediglich um Zysten, die vor allem vor dem Wechsel wieder verschwinden können. Da sich gutartige Tumore mitunter zu bösartigen entwickeln und auch das umliegende Gewebe zerstören können, ist ein operativer Eingriff notwendig.

Die Operation erfolgt in Vollnarkose und meistens minimal invasiv mittels Bauchspiegelung (Laparaskopie), bei der sich Zugang über einen kleinen Hauteinschnitt verschafft wird. Bei vielen Erkrankungen des Eierstocks (Zysten oder gutartige Tumore) wird bei geringer Ausdehnung nur der veränderte Gewebeanteil herausgeschnitten, der Rest des Organs bleibt erhalten. Manchmal erfolgt eine Probeentnahme von Gewebe.

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