THERAPIEN BEI BRUSTKREBS

therapien-bei-brustkrebs. Univ. Doz. Dr. Michael Medl, Frauenarzt und Gynäkologe in Wien, führender Spezialist für Brustkrebs, Experte, Mammakarzinom, Leiter des Brustzentrums Döbling, Gynäko-Onkologe, Früherkennung, Diagnose, Vorsorge und Nachsorge von Brustkrebs, gynäkologische Operationen, Mammographie, Krebsabstrich, Konisation, Myome, Experte für onkologische Gynäkologie, Krebserkrankungen der Frau, Ultraschall, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. MedSPA 1010 Wien, 1140 Wien
Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Strategien der Krisenbewältigung. Gehen Sie Ihren individuellen Weg in Richtung Gesundheit – Schritt für Schritt!Univ. doz. dr. michael medl

Zur Behandlung von Brustkrebs steht eine Vielfalt an therapeutischen Möglichkeiten zur Auswahl, nämlich verschiedene Operationsmethoden, Strahlentherapie, Chemo- oder Antikörpertherapie oder eine begleitende Antihormontherapie. Die Therapie wird individuell auf die Patientin, gemäß den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, zugeschnitten.

 

Die Strahlen- und Chemotherapie sind wegen ihrer Nebenwirkungen sehr gefürchtet. Doch manche Frauen können sogar währenddessen ihr gewohntes Leben ohne Probleme weiterführen. Mittels ionisierender, hoch energetischen Strahlen werden gut- und bösartige Tumore behandelt, um diese zu verkleinern bzw. deren Fortschreiten zu verzögern. Sie ist nach einer brusterhaltenden Operation zwingend erforderlich, kann aber auch in Kombination mit einer Chemotherapie durchgeführt werden.

Bei der Krankheitsbewältigung gibt es kein Richtig oder Falsch! Der Mensch selbst entscheidet, welchen Weg er dabei geht!

Eine Strahlentherapie erfolgt zumeist ambulant. Die Dauer ist individuell unterschiedlich. In den meisten Fällen dauert sie rund 5 bis 6 Wochen und findet an 5 Tagen pro Woche statt. Eine einzelne Sitzung dauert höchstens einige Minuten und ist völlig schmerzfrei. Es kann ein vorübergehendes Wärmegefühl in der Brust auftreten, selten kommt es zu Hautrötungen oder –reizungen.
Unter Chemotherapie versteht man die Behandlung mit chemischen Substanzen, zumeist Injektionen, Infusionen oder Tabletten/Kapseln. Diese wird in manchen Fällen bereits vor der Brustoperation (neoadjuvant) oder unterstützend (adjuvant) danach durchgeführt. Ziel der präoperativen Chemotherapie ist es, den Tumor vor der Operation zu verkleinern, um eine brusterhaltende Operation zu ermöglichen oder postoperativ mögliche „Mikro-Metastasen“ zu zerstören. Ein weiterer Vorteil der präoperativen Chemotherapie liegt in der frühzeitigen Beurteilbarkeit des Ansprechens auf die Therapie.
Nebenwirkungen sind unabhängig von den angewendeten Chemotherapeutika und vom physischen sowie psychischen Zustand der Patientin zumeist unvermeidbar. Übelkeit, Erbrechen, Erschöpfung und Haarausfall sind die häufigsten Nebenwirkungen. Die Rückmeldung an mich ist von großer Bedeutung, um die Chemotherapie entsprechend anpassen zu können.
Mit einem Haarverlust ist in den meisten Fällen zu rechnen, doch nicht jede Chemotherapie führt zu einem Haarverlust. Für viele Frauen ist der Haarverlust extrem belastend. Es wird daher empfohlen, sich bereits vor Beginn der Therapie eine Perücke zu besorgen und die schwierige Phase damit zu überbrücken. Auch wenn es nur ein schwacher Trost ist, aber unmittelbar nach der Therapie und in einzelnen Fällen bereits während der Therapie wachsen die Haare schon nach – oft stärker und schöner als zuvor!
Menschen unter einer Chemotherapie befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation. Emotionen unterschiedlicher Art (Angst, Ärger, Wut, Zorn, Trauer) sind jetzt durchaus erlaubt und dürfen gelebt werden.
  • Nehmen Sie professionelle psycho(onko)logische Unterstützung an oder schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe an, in der Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen können. Tun Sie das, was Ihnen und Ihrer Seele gut tut!
  • Machen Sie Bewegung, denn Bewegung erhöht die Heilungschancen. Regelmäßige Bewegung macht Sinn in allen Krankheitsstadien. Durch ausreichend körperliche Bewegung wird der Östrogenspiegel im Körper gesenkt, Gelenksbeschwerden werden gelindert und der Tumor erhält keine Wachstumssignale.
  • Achten Sie auf eine hochwertige, ausgewogene Ernährung! Nahrhafte Suppen, appetitanregend gewürzt werden in dieser Phase besonders gut aufgenommen.
  • Geben Sie Ihrem Körper das, was er gerade braucht. Hier finden Sie schmackhafte Rezepte brustkrebs-info.at.
    Vermeiden oder reduzieren Sie weitgehend den Alkohol- und Nikotingenuss!

Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Strategien der Krisenbewältigung. Gehen Sie Ihren individuellen Weg in Richtung Gesundheit – Schritt für Schritt!

Bei der Anti-Hormontherapie handelt es sich um eine Langzeittherapie über mindestens 5 Jahre, die mit anderen Hormonen oder einer Chemotherapie kombiniert werden kann. Abhängig davon, ob sich die Betroffene vor oder nach dem weiblichen Wechsel befindet, werden GnRH-Analoga (z. B. Zoladex, Trenantone) in Kombination mit Antiöstrogenen (Tamoxifen) oder Tamoxifen und Aromatasehemmer (Anastrozol, Letrozol Exemestan) empfohlen. Diese sind in der Regel gut verträglich und im Vergleich zur Chemotherapie nebenwirkungsarm. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, vaginale Blutungen und sexuelle Unlust sind die am häufigsten genannten Symptome, welche Wechselbeschwerden sehr ähnlich sind. Zu beachten ist auch der negative Einfluss auf die Knochendichte.

Nehmen Sie sich Zeit, um sich körperlich und seelisch von der belastenden Therapie zu erholen!

Antikörper sind Bestandteile des körpereigenen Immunsystems, die Krebszellen als Feinde erkennen und diese aktiv bekämpfen. Dadurch gelingt es, das Tumorwachstum zu bremsen und die gesunden Zellen nicht zu beeinträchtigen. Die Substanz mit der größten Bedeutung stellt Herceptin® (Trastuzumab) dar, die gegen das HER2-neu Gen gerichtet ist. Es ist selten mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Ihr Körper braucht Zeit, um zu heilen! Geben Sie ihm diese!

In der experimentellen Krebsforschung wird an weiteren Arzneimitteln zur Behandlung von (fortgeschrittenem) Brustkrebs gearbeitet, die die Gefäßneubildung in Tumoren effektiv hemmen. Das Ziel besteht darin, den Tumor mangels Nährstoffe auszuhungern. Eine besondere Neuentwicklung stellen Tyverb® (Lapatinib) und Avastin® (Bevacizumab) dar.